Bundeswettbewerb

Der Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr wird in allen 16 Bundesländern nach den gleichen Richtlinien durchgeführt und dies seit über 20 Jahren. Er besteht aus einem trockenen Löschangriff, dem A-Teil, und einem 400m-Staffellauf, dem B-Teil. Jede startende Gruppe besteht aus neun Mitgliedern und erhält 1400 Startpunkte (1000 im A-Teil und 400 im B-Teil).

A-Teil: Im Zweijahresrhythmus wechselt hier die Form der Wasserentnahmestelle zwischen offenem Gewässer und Unterflurhydrant. Die neun Gruppenmitglieder bauen, aufgeteilt in Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp, die Wasserversorgung auf und verlegen insgesamt drei Rohre, die an einer Ziellinie enden. Ein Gruppenführer gibt dabei die notwendigen Befehle, welche sich auch an Maschinist und Melder richten, die das neunköpfige Team vervollständigen. Sind am Ende alle drei Rohre geschlossen, folgt der sogenannte Zeittakt, bei dem der Angriffs- und der Wassertrupp vier Knoten und Stiche an einem Knotengestell anlegen müssen. Für die gesamte Übung stehen der Gruppe 06:00 Minuten beim Unterflurhydrant und 07:00 Minuten beim offenen Gewässer zur Verfügung, wobei die Zeitnahme mit dem Ende des ersten Gruppenführerbefehls beginnt und mit einem „Übung beendet!“ am Ende des Zeittaktes endet. Der Zeittakt wird dabei gesondert gestoppt, er beginnt mit dem Ende des dazugehörigen Befehls und endet zeitgleich mit der Gesamtübung. Von den 1000 Startpunkten werden am Ende der Zeittakt (pro Sekunde ein Punkt), die Zeitüberschreitung (pro Sekunde ein Punkt) sowie entstandene Fehlerpunkte (zwischen 2 und 50, je nach Fehler) abgezogen. Ein Punktgewinn ist hier nicht möglich.

B-Teil: Die 400m-Laufstrecke ist aufgeteilt in neun verschiedene Teilstrecken, wobei einige mit zusätzlichen feuerwehrtechnischen Aufgaben versehen sind. Die Läufer 1, 2 und 6 haben nur eine reine Laufstrecke zu bewältigen. Für Läufer 3 liegt ein C-Druckschlauch ausgerollt am Rand seiner Teilstrecke, den er einfach aufzurollen hat. Den vierten Läufer führt seine Strecke über ein Laufbrett, das mit jedem Fuß mindestens einmal betreten werden muss. An Position 5 befindet sich eine Trage, auf welcher der dazugehörige Läufer liegt bis das Staffelholz ihn erreicht. Ist er an der Reihe, muss er sich JF-Schutzhelm, JF-Schutzhandschuhe und einen Schmalgurt anlegen, ehe er den dafür markierten Bereich in Richtung Läufer 6 verlassen darf. Für Läufer 7 folgt zunächst eine reine Laufstrecke, an deren Ende ein doppelt aufgerollter C-Druckschlauch liegt. Eine der beiden Kupplungen muss er nach Staffelholzübergabe gemeinsam mit Läufer 8 an ein Strahlrohr kuppeln, welches in dessen Bereich liegt. Läufer 8 muss im Anschluss einen doppelten Ankerstich mit halbem Schlag ausführen. Für den letzten Läufer liegt an der 392m-Markierung eine Feuerwehrleine bereit, die er mit einem Wurf durch zwei Zielstangen befördern muss – das Ende der Leine darf aber nicht über die Markierung hinausgehen. Mit dem Durchlaufen der Zielstangen durch Läufer 9 endet der B-Teil. Je nach Durchschnittsalter der Wettbewerbsgruppe entscheidet eine Vorgabezeit über die Punkteberechnung. Mit jeder Sekunde unterhalb der Vorgabe, erhält die Gruppe einen Pluspunkt. Mit jeder Sekunde oberhalb der Vorgabe einen Minuspunkt. Abgezogen werden ebenfalls die entstandenen Fehlerpunkte (zwischen 2 und 50, je nach Fehler). Im B-Teil ist es also durchaus möglich, mit mehr als 400 Punkten abzuschließen.

Die Wertungsrichter bewerten die Gruppe in beiden Wettbewerbsteilen mit einem Eindruck (1, 3 oder 5). Der Durchschnittswert wird am Ende beider Übungen noch einmal vom Punktekonto abgezogen.

Unterlagen zum Bundeswettbewerb findet ihr im Servicebereich.

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