Berlin, Berlin – Wir fahren nach Berlin

Berlin (2)Ende Januar hatten die beiden Jugendfeuerwehren Riehe und Waltringhausen am Videocontest der Samtgemeinde Nenndorf teilgenommen und dabei eine erhebliche Finanzspritze für eine zu planende Unternehmung gewonnen. Die Waltringhäuser hatten sich für ihren Wettbewerbsbeitrag prominente Unterstützung bei unserem Bundestagsabgeordneten Maik Beermann geholt, der die JF zum Dank für die Kreativität gleich zu einem Besuch nach Berlin einlud. Und da die Rieher einen Beitrag abgeliefert hatten, der in eine ähnliche Richtung zielte, beschlossen beide Jugendfeuerwehren, gemeinsam nach Berlin zu fahren. Auch Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt – der Ideengeber für den Wettbewerb – schloss sich an und begleitete uns in die Metropole an der Spree.

Nach langer Vorbereitung war die Organisation der Tour Anfang Oktober endlich fertig. Steffen Preußing von der JF Waltringhausen hatte eine Unterkunft für uns gefunden, ausreichend Fahrzeuge besorgt und den Zeitplan mit dem Büro von Maik Beermann abgesprochen. Um 11:20 wurden wir im Paul-Löbe-Haus erwartet, um die Sicherheitsschleuse zu passieren.

Kurz vor Helmstedt leisteten wir uns eine kurze Frühstückpause und erreichten eine Weile danach langsam die Stadtgrenze von Berlin. Unser Weg führte direkt an der Siegessäule vorbei auf das Brandenburger Tor zu. Ein beeindruckender Anblick!

Nach einem kleinen Fußmarsch trafen wir fast pünktlich am Bürogebäude neben dem Reichstag ein. Dort erwartete uns Herr Müller, der Büroleiter von Herrn Beermann. Als alle die Sicherheitsschleuse passiert hatten, wurden wir zunächst in die Besucherkantine geführt, wo die Jugendlichen zwischen drei Gerichten wählen durften.

Im Anschluss trafen wir dann Herrn Beermann, der uns zusammen mit seinem Büroleiter zu einem Konferenzraum führte. Dort wurden wir von ihm freundlich begrüßt. Er erwähnte kurz den Videowettbewerb und freute sich, einen Beitrag für die gute Platzierung der Waltringhäuser geleistet zu haben. Auch für Riehe fand er nette Worte, aus denen man ersehen konnte, dass er gut vorbereitet war. Herr Beermann erzählte uns von seinem Werdegang und seiner Tätigkeit als Mitglied des Deutschen Bundestages. Bei aller rhetorischen Gewandtheit traf er aber bei unseren Jugendlichen problemlos den richtigen Ton. Ein wichtiges Anliegen ist es ihm, Jugendliche für die Demokratie zu begeistern und fern von jeder Parteipolitik für die Ausübung des Wahlrechtes zu werben. Es schloss sich eine Fragerunde an, bei der sowohl dienstliche als auch private Fragen gestellt werden durften. Einige Jugendliche fragten nach politischen Themen und Herr Beermann gab zu allem ausführliche Antworten.

Berlin (1)Nach einiger Zeit beendeten wir die Diskussionsrunde und begaben uns in die oberen Stockwerke des Reichstages auf die Fraktionsebene. Dort besichtigten wir den Fraktionssaal der CDU/CSU-Fraktion. Hier war der richtige Platz für ein Gruppenfoto.

Der Besuch im Bundestag endete auf dem Dach mit dem Zugang zur Kuppel. Das Wetter spielte zum Glück mit und die Aussicht über die Stadt war toll. Hier verabschiedete sich Herr Beermann von uns, nicht ohne nochmal darauf hinzuweisen, dass zur Einladung auch noch ein gemeinsames Abendessen in einem Restaurant gehöre, bei dem er selbst aber leider nicht teilnehmen könne, weil andere Verpflichtungen warteten.

Im Hostel angekommen konnten wir kurz einchecken und uns etwas frisch machen. Bald mussten wir dann aber wieder los zum Restaurant „Neumanns“, dem Treffpunkt für das Abendessen.

Den weiteren Abend verbrachten wir dann im Hostel. Viele aus unserer Gruppe versammelten sich noch in der Lobby und an der Hotelbar, um bei einer Cola oder Spezi die Eindrücke des Tages zu bequatschen. Nach und nach verschwanden aber alle in ihren Zimmern.

Nach dem Frühstück hieß es dann wieder „Fahrzeuge besetzen“ und es ging zum Brandenburger Tor, um dort das offizielle Gruppenfoto zu schießen.

Nun durften die Jugendlichen in kleinen Gruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Die größeren Mädels zog es in die Mall of Berlin zum Shoppen, andere spazierten Unter den Linden entlang und ließen die historischen Gebäude auf sich wirken. Mehr oder weniger pünktlich um 15 Uhr stellten sich dann alle wieder auf dem Parkplatz ein. Die Rückfahrt konnte beginnen.

Die Navi-geführte Route führte uns durch große Teile der Berliner Innenstadt, vorbei an diversen Sehenswürdigkeiten, wie dem Ku’damm, der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Zoo bis zum Funkturm. Bald hatten wir die gute alte A2 wieder erreicht und konnten beinahe ohne Stau bis zur heimischen Anschlussstelle Bad Nenndorf durchfahren. Gegen 21:45 erreichten wir Waltringhausen und konnten die Jugendlichen wieder in die elterliche Obhut übergeben. Damit endete für uns eine sehr eindrucksvolle und vermutlich für längere Zeit einmalige Fahrt. Vielen Dank an Maik Beermann und Mike Schmidt für die Einladung und die Finanzierung durch den Videowettbewerb. Vielen Dank auch an alle, die uns einen MTW zur Verfügung gestellt haben.

Text und Fotos: Steffen Preußing (Waltringhausen) und Raphael Drewnitzky (Riehe)

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