Röcker „Löschtiger“ beweisen Mut vor dem Unbekannten

Unter dem Motto „Mut vor dem Unbekannten“ reisten die Röcker Löschtiger kürzlich zur Feuerwehr des Bundeswehrflugplatzes Achum.

Voller Vorfreude und Aufregung auf das Unbekannte trafen die 20 Löschtiger am Bundeswehrgelände ein. Sie sollten heute einen Einblick in das bekommen, was sich sonst hinter dem hohen Zaun verbirgt. Viele Fragen stellten die 6- bis 10-Jährigen bereits auf der Fahrt dem Kinderfeuerwehrwart Manuel Steckel. Die größte Frage dabei: Was wird uns erwarten?

Mit der gleichen Frage wurde auch Ortsbrandmeister Andre Broisch begrüßt. Broisch arbeitet bei der Feuerwehr der Bundeswehr und führte den Nachwuchs seiner Wehr an diesem Tag durch die Wache.

Bild_004 (3)Schnell verflogen waren die Aufregung und die vielen Fragen als der Rundgang startete. Gespannt und voller Begeisterung lauschten die Löschtiger den Worten Broischs. Der erste Weg führte in die Leitstelle, wo alle Fäden auf dem Gelände zusammenlaufen. „Von hier aus wird alles koordiniert“, berichtet Broisch den Kindern, die daraufhin mit zahlreichen Fragen weitere Information erhaschen wollten. Geduldig beantwortet Broisch alle Fragen.

Weiter ging der Rundgang durch die Ruhe- und Sporträume der Wache, denn die Achumer Feuerwehrleute sind immer 24 Stunden auf Arbeit. Das heißt auch, dass sie auf der Feuerwache Sport machen und schlafen müssen.

Viel interessanter waren für die Löschtiger jedoch die Sportgeräte im Erdgeschoss. Sie gehören zur Atemschutzübungsanlage, wo jeder Feuerwehrmann einmal pro Jahr seine Atemschutztauglichkeit beweisen muss. „Eine Leiter die ins Endlose führt – sowas gibt es doch nicht“ – eines Besseren wurden die Löschtiger belehrt in diesem Raum. Ebenso interessant war der zweistöckige Gitterkäfig, durch den die Feuerwehrleute bei einer Übung kriechen müssen. Enge Röhren, Schächte und Gänge schränken die Bewegung dabei stark ein. Wärme, Nebel und Lärm erschweren die Arbeit der Wehrleute dabei, aber dafür empfinden sie es wie in der Realität. Die Löschtiger erkundeten ohne diese Erschwernisse den Käfig und konnten so erahnen, wie schwer die Arbeit der Feuerwehrleute ist.

Bevor das Highlight, die Besichtigung der großen Einsatzfahrzeug anstand, stellten die Kinder eine wichtige Frage: „Wie kommen die Feuerwehrmänner bei Alarm schnell zu den Fahrzeugen?“ Schnell zeigte Andre Broisch die Rutschstangen, an denen die Feuerwehrleute bei Alarm heruntergleiten. Eine Demonstration durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Nun standen die Löschtiger vor den riesigen Einsatzfahrzeugen. „Die sind ja viel größer wie unsere“, stellten die Nachwuchsfeuerwehrleute faszinierend fest. Teilweise sind die Reifen der Fahrzeuge genauso groß wie die Kinder selbst. Aber das ist natürlich kein Problem, denn alle Fahrzeuge haben Trittstufen, um sie erkunden zu können. Reicht das mal nicht, ist Kinderfeuerwehrwart Manuel Steckel sofort zur Stelle und hilft den Kindern.

Abschluss der Fahrzeugentdeckungstour war eine Rundfahrt mit dem Flugfeldlöschfahrzeug. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch ihre Schnelligkeit und extrem hohe Beschleunigung aus. Die Löschtiger waren davon so beeindruckt, dass sie gar nicht wieder aussteigen wollten aus den Fahrzeugen.

Mit einem gemeinsamen Gruppenbild endete der Ausflug der Löschtiger, natürlich nicht ohne sich bei Andre Broisch und seinen Kameraden für den tollen Tag zu bedanken.

Text: Manuel Steckel, Steffen Titze; Bild: Manuel Steckel

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